Street Paradise

Das Wochenende war laut! Meine Nachbarn haben erneut ein halbes NATO-Budget in die Luft gejagt. So gut ich nachvollziehen kann, dass es mächtig Spass macht, Feuerwerk zu zünden, bin ich mir über die Motivation noch immer im Unklaren. Ist es, weil vor hundert Jahren der erste Weltkrieg entbrannt ist? «Hey, wir waren zwar nicht dabei, aber lass uns das Stahlgewitter von Verdun akustisch nachstellen.» Oder ist es eine seltsame Form der Sympathiebezeugung? «Ich liebe dieses Land, deshalb lasse ich ein paar Sprengsätze detonieren.» Ich bin empfänglich für Erklärungen.

Wer sein Gehör nicht schon am Vorabend ruiniert hat, bekam am Samstag neue Gelegenheit dazu. Eine meiner Töchter, die nicht namentlich genannt werden will, nötigte uns, die Sommerfasnacht am Seebecken aufzusuchen. Im Tram gruppierten sich neben uns ein Zebra, ein Hot Dog und eine Banane. Auf dem Weg vom Kunsthaus zum Bellevue waren es mehrheitlich teilentkleidete Menschen, die Tattoos, Bodypaintings oder körperliche Imperfektionen zur Schau trugen, die sonst gnädig von Stoff verhüllt sind. (Ich werde mich nie an Männer in Strings und Moon Boots gewöhnen.) Überraschenderweise war die Lautstärke auch in nächster Nähe der Love Mobile eher moderat und das Gedränge erträglich. Nur der Hüpfparcours zwischen Erbrochenem, Scherben und Urinpfützen erinnerte an vergangene Zeiten. Die waren nicht besser.

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 6. August 2014

Game of Thrones

Das letzte, woran man bei Ferien denkt, und das erste, was man wirklich braucht, ist ein WC. Nur selten trifft man auf Designer-Keramik mit Closomat und vorgewärmter Brille. Auch wer im Fünfstern-Hotel nächtigt, hat beim Umgebung erkunden mal ein dringendes Bedürfnis. Dann spielen sich wahre Dramen ab. Opfer von Montezumas Rache haben in Zentralamerika schon so manches Stück Unterwäsche im Abfalleimer zurückgelassen. Auch das Entsetzen, das einen Mitteleuropäer packt, wenn er in Asien mit einem Loch im Boden und zwei Fussrasten konfrontiert ist, würde einen Youtube-Hit abgeben. Speziell dann, wenn danach, noch in der Hocke, kein genopptes Dreilagiges da ist, sondern nur ein tröpfelnder Wasserhahn. Handarbeit statt Papierkrieg! Eine weitere Herausforderung bieten Toiletten, bei denen das Papier nicht in die Schüssel, sondern in den Eimer sollte. Wer das nicht weiss, erlebt beim Spülvorgang eine steigende Flut, die sich zum Entsetzen des Stuhlgängers über den Rand auf den Boden ergiesst. Wohl dem, der schon die Hose fluchtbereit hochgezogen hat. Auch übel ist dieses Klopapier, das sich beim zartesten Körperkontakt in Flocken auflöst, oder das andere, das sich anfühlt wie Backpapier.
Laut Umfrage freuen sich die meisten nach den Ferien auf das eigene Klo. Unter Freunden ist das erstklassiger Gesprächsstoff.

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 23. Juli 2014

Letten-Szene

Ich war am Sonntag mit meiner Frau Gemahlin in der Letten-Badi und – sie hätten‘s nie gedacht – wir waren nicht alleine. Eine gefühlte Million Menschen hatte die gleiche Idee und war schon vor uns da. Kein Flecken Grün, auf dem man sich noch hätte ausbreiten können. Dann halt Tüechli übers Geländer und ab in den Fluss. Gut abgekühlt gaben wir uns auf schattigen Brettern mit Kaffee und Zeitung dem gepflegten Nichtstun hin und schauten den Sonnenbadenden zu. Innert einer knappen Stunde spielten sich verschiedene kleine Tragödien ab: Da ein Smartphone, das zwischen den Bohlen den Weg ins Wasser gefunden hat, dort eine Ray Ban, die auf Tauchstation gegangen ist, oder das Glacé auf dem weissen Badekleid: «Schnell, gang under d’Duschi!» «Ich hami aber nüme welle nass mache». Drama, Baby! In der Badi gibt es immer was zu sehen, mitleiden, freuen oder staunen. All die Menschen, die beim wo-auch-immer-hingehen ständig an sich runterschauen, ob das Badekleid nicht verrutscht ist. Die Hautkrebs-Kandidaten, die sich trotz tomatiger Hautfarbe in der Sonne legen. Das Züriberg-Kind mit dem XXL-Handy-Vertrag: «Ich mach der en WLAN-Hotspot, denn chasch de Federer luege.» Und natürlich all die vorbeispazierenden Tattoos: Von Knast-Kritzeleien bis zu Kunstwerken ist alles vertreten. Erkenntnis des Tages: Auf einem Sonnenbrand kommt ein Tattoo erst richtig zur Geltung.

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 9. Juli 2014

Spornosexuelle Herzchen

Heute Abend folgt also wieder einmal die ich-weiss-gar-nicht-wievielte Auflage des «Spiels der letzten Chance». Meine Stimmung ist seltsamerweise nicht mehr ganz so euphorisch wie vor dem Frankreich-Match. Das war nicht einfach eine Niederlage, das war eine öffentliche Hinrichtung: Fünf Gegentreffer! Das einzig Gute, das man dem Resultat abgewinnen kann, ist, dass wir weltmeisterlich gespielt haben: Die Spanier haben gegen die Niederlande ja auch so viele Treffer kassiert. Was man aber in der Auslandspresse so alles über unsere Nati lesen musste, tat weh: «Shaqiri spielte wie Shakira», oder «eine Verteidigung im Wachkoma». Böse Worte. Was mich aber noch viel mehr aufregt, ist diese neumodische Tor-Widmerei. Bei jedem Interview: «Ich widme dieses Tor meinem (wahlweise: Schatz / verstorbenen Grosi / Goldhamster)». Jungs, hört auf damit! Tore widmet man nicht, Tore schiesst man. Möglichst viele. Und hört auch auf mit der neuen Zärtlichkeit beim Jubeln! Was soll der Blödsinn, nach einem Treffer mit den Händen ein Herzchen zu formen? Jetzt, wo der spornosexuelle Mann ausgerufen worden ist. Wo sind die Kerle, die nach dem Torschuss martialische Posen einnehmen, die Eckfahne zwischen die Beine nehmen, sich das Trikot vom Oberkörper reissen und den testosterongefluteten Body zur Schau stellen? Verschwunden? Ist Herzchen formen das neue Ding, oder habe ich einfach eine Überdosis Fussball?

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 25. Juni 2014

WM-Kinder-Auflauf

Morgen geht’s los. Anpfiff um 22 Uhr, danach einen Monat lang Fussball total. Ich bin noch überhaupt nicht eingestimmt, habe kein Panini-Album vollgeklebt und noch nicht mal meinen Platz in der Penalty-Bar reserviert. Dabei hatten wir, wenn man den Medien glauben darf, noch nie so eine erfolgversprechende Mannschaft. Früher war ja bei WM-Auftritten grundsätzlich Fremdschämen angesagt. Wenn die Spieler mit den Kindern an der Hand ins Stadion eingelaufen sind, dachte ich instinktiv: Lasst die kleinen spielen, damit’s nicht so peinlich wird. Übrigens: Die offizielle Bezeichnung für die Dreikäsehochs war bis vor kurzem noch «Auflaufkinder», was irgendwie unglücklich an ein kannibalisches Ofengericht erinnert. Der neue Ausdruck lautet jetzt nicht minder unselig «Einlaufkind». Dabei denkt man doch an einen kleinen Helfer bei einer Darmspülung und nicht an eine Spieler-Eskorte. Egal. Elf Freunde müsst ihr sein, der Ball ist rund und muss ins Eckige. Das Maskottchen der WM heisst «Fuleco» und stellt das brasilianische Dreibindengürteltier mit gelbem Fell und blauem Panzer dar. Kann man ohne Konsum harter Drogen auf so eine Idee verfallen? Es ist zumindest eine eigenwillige Wahl, die laut Veranstalter das Bewusstsein um die aussterbende Art schärfen soll. Den Tieren nützt das etwa so viel wie ein Facebook-Like. Genug geplaudert, muss jetzt meinen Platz sichern.

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 11. Juni 2014

Lustfeind Nummer eins

Neulich war ich an einem Rockabilly-Konzert in der Frauenbadi: Lauschiger Abend, tolles Publikum, gepflegtes Bier, Maikäfer, die Limmat, Sonnenuntergang – der Abend hätte perfekt sein können, wäre nicht der Geschäftsführer eine halbe Stunde nach Beginn vor die Band getreten und hätte verkündet, dass eine Lärmklage eingetrudelt sei. Die Band dürfe nur noch ganz leise spielen. Ich war nicht der einzige, der gelacht hat. Die Band hat schon vor dem Intermezzo so leise gespielt, dass man sich vor der Bühne locker unterhalten konnte. Die Identität des Anwohners wurde nicht preisgegeben, damit dieser nicht geteert und gefedert werde., nur so viel: Er sei rechts der Limmat zuhause.

Anwohner – die elfte Plage! Übler als Ungeziefer, Seuchen und Finsternis. Anwohner sind grundsätzlich lustfeindlich, engstirnig und verbiestert. Ich stelle mir das Exemplar, das meinen Abend zu ruinieren versuchte, so vor: Jahrelanges Schattendasein in der Agglomeration, die Scheidung endlich abbezahlt und jetzt nachholen, was in den «besten Jahren» verpasst wurde: Wohnen im Niederdorf, da wo das Leben sprudelt. Aber wenn der Rock’n’Roll ungefragt bei ihm ans Fenster klopft, sofort die Polizei rufen.

Anwohner verhindern Fussballstadien, Konzerte, Skaterparks, Gartenbeizen und Kinderspielplätze. Eigentlich müsste «Anwohner» ein Schimpfwort sein, das eine Ehrverletzungsklage mehr als rechtfertigt. Bevor das so weit ist, fordere ich die Abschaffung aller Anwohner.

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 28. Mai 2014

Das war übrigens die einzige Kolumne, die zu einer Reaktion geführt hat.
H.K.M. aus Meilen fühlte sich veranlasst, mir folgendes Schreiben zuzustellen:
(Der Mann hätte dringend einen Fi.. Knuddel gebraucht)

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«Herr von Messikommer» ist falsch. Unser Geschlecht ist von Mesikon, nach dem Weiler im Zürcher Oberland, der zu Ilnau-Effretikon gehört. Unsere Familie stellte zwei Vögte auf der Kyburg. Sie stehen in der Reihe grosser Zürcher wie  Johann Heinrich Waser, Heinrich Escher oder Hans Rudolf Lavater. Also knie nieder, Meilemer Bauer!

Und dann der Satz: «Vielleicht hätte man dort, wo Sie herkommen…» Was bitte ist schlecht am Kreis 6, Meilemer Landei?

Aber dass er meine Frau und Töchter ins Spiel bringt zeugt nur von schlechtem Stil.
Das mit dem Auflösen … da wird er sich hoffentlich noch etwas gedulden müssen.

Mister. Nicht zu verwechseln mit dem Melker. (Dad-Jokes sind meine Domäne)

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Smartphonzert

Mir ist der ESC eigentlich Wurst, aber beim Reinzappen wurde ich wieder daran erinnert, warum ich nicht mehr gerne an grosse Konzerte gehe. Die Seuche heisst Smartphones. Früher hat man auch als kurz gewachsener Mensch hin und wieder die Bühne, und das, was dort passiert, gesehen. Heute sind überall hochgestreckte Arme mit Smartphones im Weg, die das ganze verdammte Konzert mitschneiden. Statt das Ereignis mit den Sinnen erleben, zeichnen die nur auf. Die komplett Durchgeknallten bringen sogar Tablets mit. Bisher dachte ich, dass die Primitivlinge, die sich rücksichtslos nach vorne tanken, zum Schlimmsten gehören. Mitnichten. Leute, die unmittelbar vor einem den Mageninhalt auf dem Boden verteilen? Da lacht man drüber. Basketballteams, die sich zwei Meter hoch vor einem aufbauen? Easy. Typen, die neben meinem Ohr jeden Song mitgrölen? No problem. Tanzende Derwische, die mit Räucherwerk in der Hand helikoptern. Halb so wild. Ihnen allen kann man ausweichen. Ein paar Schritte zur Seite, schon ist man das Problem los. Nicht so bei den Smartphones. Die sind ü-ber-all! Ich kaufe mir ein Konzertticket zu einem Preis, mit dem man ein zentralafrikanisches Dorf mehrere Monate durchfüttern könnte und bekomme nur LCDs zu sehen? Ohne mich. Damit ich wiederkomme, müssen die im Eingangsbereich, da wo die Gehörschutzpropfen verteilt werden, auch Mini-Steinschleudern abgeben.

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 14. Mai 2014

Hafenkrankheit

Ich habe mir am Wochenende den Kran gegeben. Eigentlich finde ich die Idee hinter «Zürich Transit Maritim» recht schrullig von wegen fiktiver Hafenstadt und so; fast britisch-humorig. Schon deshalb bin ich pro Hafenkran. Jetzt steht er also da, und ich muss sagen, Mann oh Mann ist das Ding hässlich! Der ist so vierschrötig, den hätte nicht einmal die eigene Mutter gerne. Wie die Faust aufs Auge. Kein Wunder, wollten die in Rostock das Teil nicht mehr. Von der Ostsee-Hansestadt ist wohl nur noch das «ock» übrig. Der «Rost» steht jetzt am Limmatquai. Und das ist gut so. Im Gegensatz zum Globus-Provisorium verschandelt er die Innenstadt ja nur für kurze Dauer. Neben der Monstrosität aus rostendem Eisen sieht die Altstadt rechts der Limmat gleich nochmal eine Klasse besser aus. Ausserdem regt das Teil die Fantasie an. Der beknackte Teenager, der irgendwo in mir begraben ist, würde, sobald die Limmat wärmer ist, ein Seil durch den Haken schiessen und dann eine Nacht lang den Tarzan geben, bis besorgte Mitbürger die Feuerwehr holen. Ja, ich hab ihn schon ins Herz geschlossen. Klar, käme er besser zur Geltung, wenn wir in der Stadt nicht schon gefühlte zehntausend Baukräne hätten. Aber hey – man kann nicht alles haben. Heimlich hoffe ich auf eine weiter Attraktion zwischen Gemüse- und Rudolf-Brun-Brücke. Wie wär’s mit der Costa Concordia?

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 30. April 2014

Diät-Schokohasen

Super! Über Ostern vier Tage frei und schon macht das Wetter einen auf asozial. Schnee auf 700 Meter… wenigstens sind meine Töchter alt genug, dass ich ihnen nicht erklären muss, dass der Osterhase nicht in einem Stall in Bethlehem geboren wurde. Das Fest steigt also einmal mehr im trauten Heim und nicht im Garten. Dieses Jahr werde ich alle Hasenverstecke notieren. Nicht, dass ich wieder im August einen Schokohasen hinter dem Subwoofer unter dem Sofa finde. Das Tier war – vermutlich vom Staubsauger hin- und hergeschubst – übelst zugerichtet.

Es gibt drei Methoden einen Schoggi-Osterhasen zu meucheln: Bei den Ohren anfangen, Biss in den Bürzel, oder das profane zerdeppern des Kakao-Langohrs mit der blossen Hand und dann Scherben aufessen. Ich gehöre der Ohrenfraktion an. Wenn nach den Feiertagen und den verschiedenen Fressorgien die Frühlingsfigur wieder im Eimer ist, ist eine Diät angesagt. Aber welche? Letztes Jahr habe ich mit der Knoblauch-Diät vier Kilos und fünf Freunde verloren. Soll es dieses Jahr die Hollywood-Diät sein, bei der man alles essen darf, was man wieder erbrechen kann? Oder die Alles-geht-Diät, bei der man alles essen darf, nur nicht runterschlucken? Ich glaube, ich werde mich auf die trendy Social-Diet einlassen: Dabei darf man am Tag nur eine Sache zu sich nehmen, und die Facebook-Freunde entscheiden, ob das ein Lebensmittel oder ein Krug Wasser ist.

Kolumne im Tagblatt der Stadt Zürich vom 16. April 2014

(Kurz vor Redaktionsschluss hingekotzt, weil die Gripen-Kolumne zurückgewiesen wurde.)

Gripenimpfung (unveröffentlicht)

Das mit der Kampfjet-Beschaffung kommt mir vor, als käme meine elfjährige Tochter zu mir und fragt: «Paps, ich möchte mir einen Plönz kaufen.»
Ich: «Okay, und warum machst Du’s nicht?»
«Der ist superteuer, ich hab nicht so viel Geld.»
Ich werde hellhörig. «Oha, und was kostet der denn so?»
Jetzt druckst sie leicht verschämt rum. «Etwa sechs Jahre Taschengeld.»
Mir verschlägt es die Sprache. «Hmm… das ist ziemlich teuer. Willst Du, dass ich Dir das Geld vorschiesse? Dann hast Du aber ziemlich lange kein Taschengeld mehr.»
Jetzt der Welpenblick: «Kannst Du ihn mir nicht schenken?»
Ich schlucke zwei Mal leer, dann kriege ich meine Fassung wieder. Ausserdem will ich wissen, wofür ich so viel Geld ausgeben soll. «Sag mal, wozu brauchst Du diesen Plönz denn überhaupt?»
Jetzt bekommt sie glänzende Augen: «Alle auf dem Pausenplatz haben einen. Und wenn man einen hat, hofft man, dass man den nie wirklich braucht.»
Ich will ihr sagen, dass das ziemlich bescheuert tönt, aber sie redet ohne Punkt und Komma weiter: «Man muss natürlich ganz viel damit üben, und den Anderen zeigen, dass man einen hat, bitte, bitte, bitte.»
Vielleicht bin ich etwas schwer von Begriff, aber ich frage trotzdem: «Gibt es denn keinen Billigeren?»
«Doch, schon, aber die taugen alle nichts. Ich hab das genau gepfrüft.»
Eigentlich sollte meine Tochter längst gelernt haben, dass sie nicht Geld ausgeben kann, das sie nicht hat. «Und wenn Du Dir von Deinem Ersparten erstmal nur einen Teil kaufst, und dann jedes Mal, wenn Du genug gespart hast, wieder ein Neues?»
«Unmöglich. Und mein alter Plönz fällt schon fast auseinander, Biiiittteee.»
Mir gehen die Argumente aus. «Ich kann das nicht alleine entscheiden. Wir werden Mama fragen.» Mama entscheidet am 18. Mai.

Diese Kolumne wurde zurückgewiesen, weil kurz vor einer Abstimmung weder die Zeitung noch ihre Kolumnisten Meinung machen dürfen.