Wir rauschen ab in die Skiferien und, oh Wunder, meine Teenager-Töchter sind dabei. Ich vermute ja heimlich, dass sie nicht mitkommen würden, wenn die Infrastruktur im Hotel nicht stimmen würde – sprich kein funktionierendes WLAN vorhanden wäre. In meiner Jugend haben wir auch die Gruppe gesucht und den Tag wie die Welpen dicht aneinander gedrängt vorbeigehen lassen. Heute drängen sich die Millenials in WhatsApp-Gruppenchats. Millenials … für unsere Generation gabs nicht mal einen Namen. Wir waren die verlorene Generation: Zu jung für Che Guevara, aber zu alt für Martina Hingis.
Zurück zum Thema: Für Jugendliche, meine Töchter eingeschlossen, ist ein funktionierendes WLAN ein Menschenrecht. Das Hotel muss daher nicht viel bieten: Essen, ein Dach, ein Bett und vielleicht Wände, so wegen Kälte und Privatsphäre und so und (Kunstpause beim Lesen einlegen) eine makellose Anbindung ans Internet. Wenn sie also einen jungen Menschen ins Handy sagen hören: «Du musst jetzt stark sein», dann meint der nicht irgendjemand, mit dem er in Verbindung steht, sondern das WLAN-Signal. Der Tisch in der Bergbeiz wird nicht nach Aussicht auf ein tolles Panorama gewählt, sondern nach Anzahl Balken Signalempfang. Je näher am Router, desto besser. Auch wenn man dann halt am zugigen Eingang neben der nach triefenden Pommes riechenden Essensausgabe sitzt: Hauptsache guter Empfang. A propos Tisch: Hier noch ein Gratistipp: Wenn die Damen zuhause auch nach dem dritten Mal rufen nicht zum Essen erscheinen, einfach WLAN abschalten. Wirkt Wunder.
(Tagblatt der Stadt Zürich 01. März 2017)
Wieauchimmer – mit seinen 35 Jahren ist Federer eine echte Inspiration für uns welkende Männer. Wer da noch in der Weltspitze dabei ist, spielt sonst eher Golf oder Schach und nicht Tennis. Eigentlich hätte er sich längst aus dem Spitzensport zurückziehen und im Golfklub Margeritas schlürfen können, um dann ein paar Jahre später als Teilnehmer im Dschungelcamp ein letztes Mal an die mediale Oberfläche gespült zu werden, so wie das Martina Navratilova gemacht hat, die andere grosse Dame des Weissen Sports. Vielleicht hat ihm aber einfach noch keiner gesagt, dass er zu alt ist für den Spitzensport. Das ist gut so, denn sonst hätte er nicht den 18. Grand-Slam-Titel geholt. A propos 18: Vor zwei Wochen haben wir in der Familie gefeiert: Ich bin jetzt Vater einer erwachsenen Tochter. Das war mein persönlicher Grand Slam.
Was Trumps eigene Attraktivität betrifft, gebe es Milliarden Gründe, den Mann zu mögen, sagen seine Ex-Frauen. Es gibt aber auch missgünstige Zeitgenossen, die sich über die zierlichen Hände des Immobilien-Moguls mokieren. Gerüchteweise soll eine Verflossene eine Brustvergrösserung verweigert haben. Da habe er stattdessen seine Hände verkleinern lassen. Stilberater orten das grösste Verbesserungspotential bei seinem Haar. (Sein Coiffeur soll ja während des Wahlkampfs wegen unterlassener Hilfeleistung verhaftet worden sein.) Mal ehrlich: Die filzige Matte gruselt einen schon aus sicherer Distanz. Da könnten Vögel drin nisten. So eine Frisur würden normale Menschen nicht mal unter den Achseln tragen. Die Amis haben sofort reagiert: Das Präsidenten-Flugzeug heisst jetzt «Hair Force One».